Die Gegensteine

Teufelsmauer bei ballenstedt Harz Gegensteine

Die Gegensteine sind zwei Felsen bei Ballenstedt. Der eine von ihnen heißt der stumme, der andere der laute. Jedoch wird das Echo, nach dem dieser benannt ist, jetzt nicht mehr gehort.

Diese Steine hat der Satan- wahrscheinlich in der Zeit, als er die Teufelsmauer erbaute – vom Harz herunter hierher gewälzt und zur Wohnung seiner bösen Mithelfer bestimmt.

Eines Morgens begab sich ein Bauer auf sein Feld, das in der Nähe der Gegensteine lag. Da entdeckte er auf diesem eine Höhle und an ihrem Eingang eine große mit Gold gefüllte Braupfanne. Als er sich des Schatzes bemächtigen wollte, erhob sich ein riesengroßer, schwarzer Hund mit funkelnden Augen und litt nicht, daß er näher hinzutrat. Erschrocken fuhr der Bauer zurück. Aber das Verlangen nach dem vor seinen Augen liegenden Reichtum überwog bald die Furcht, und er machte immer wieder den Versuch, ihn in seine Gewalt zu bekommen. Doch jedesmal fletschte der furchtbare Hüter die Zähne, spie Flammen aus dem Rachen und machte Miene, sich auf ihn zu stürzen. Da rief der Bauer endlich vor Wut und Arger: „Ei, so hole dich der Teufel !“ Sofort verwandelte sich der Hund in einen Geist der Hölle, ergriff den Kessel, schwang sich durch die Lüfte dem Felsen zu, welcher jetzt der laute heißt. Der spaltete sich in zwei Hälften, so daß jener hineinschlßpfen konnte, und schloß sich dann wieder fest zusammen. Seitdem sitzt der Böse mit seinem Schatz sicher geborgen im Gegenstein und verspottet die Vorübergehenden, indem er Ihnen ihre Worte nachruft.

Als der Bauer nach seinem Felde zurückkam, war die Höhle verschwunden.