Der Nationalpark Harz

Wildbach im Nationalpark Harz

Der Nationalpark Harz, im westlichen Teil des Harzes liegend, erstreckt sich mit einer Gesamtfläche von 24.700 ha von Ilsenburg und Wernigerode im Norden, bis Herzberg im Süden. Damit gilt er als der größte und bedeutendste Waldnationalpark Deutschlands.
Der Park ist als Naturschutzgebiet international anerkannt und Teil des europäischen Schutzgebietsystems „Natura 2000“, einem Projekt, welches mehrere besondere europäische Schutzgebiete beinhaltet und das Ziel hat für „länderübergreifenden Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume“ zu sorgen.

Allgemeines

Der größte Teil, des seit 1990 unter dem Namen „Nationalpark Harz“ bekannten Gebietes ,ist mit Buchen- und Fichtenwäldern und Ebereschen bedeckt. Ferner der Waldgebiete spielen Moore wegen ihres besonders hohen Vorkommens eine wichtige Rolle. Des weiteren beherbergt der Nationalpark Harz neben majestätischen Granitklippen und Bergen, wie dem Brocken und dem Bruchberg, die Quellgebiete mehrere Flüsse, unter anderem das der Oder, der Ilse und der Bode.
41 Prozent der Fläche sind derzeit als Naturdynamikzone ausgewiesen, das heißt der Mensch darf keinerlei Einfluss auf Flora und Fauna haben, die Natur wird sich selbst überlassen. Ziel des Parks ist es bis Ende 2020, 75 Prozent zu erreichen, um die vollständige Einstufung der IUCN (International Union for Conservation of Nature) als Nationalpark zu erlangen.
Aktuelle Probleme des Parks sind die Borkenkäfer- Massenvermehrung, welche aufgrund des Klimawandels und der Erderwärmung eine Art Plage auslösten. Aktuelle Probleme des Parks sind die Borkenkäfer- Massenvermehrung, welche aufgrund des Klimawandels und der Erderwärmung eine Art Plage auslösten. Nachdem die Parkverwaltung Bekämpfungsmaßnahmen ergriff, geriet sie bei umliegenden Gemeinden der Region in starke Kritik.
Darüber hinaus zerstörte der Orkan „Kyrill“ vor einigen Jahren einen Großteil der Fichtenvegetation, was hohe Kosten und eine Menge Arbeit zur Folge hatte.

Klima

Auf dem Brocken, dem höchsten Berg des Parks, herrschen teilweise Temperaturen und Klimaverhältnisse, die denen Islands nahe kommen. Aufgrund der tundrenartigen Heidenvegetation kommt es oftmals zu übermäßigem Schnee- und Regenfall, weshalb der Harz auch zu den niederschlagreichsten Regionen Deutschlands gehört.

Flora und Fauna

Die meist verbreiteten Pflanzen- bzw. Baumarten im Nationalpark Harz sind, neben den bereits erwähnten Fichten, Ebereschen und Buchen, die Eichen, Zwergstrauchheiden und Hochmoore. Letztere beiden kommen vor allem im subalpinen Bereich, der „Kämpferzone“, vor und werden häufig über 200 Jahre alt.
Diese Hochmoore sind besonders bedeutend für den Park, da sie aufgrund ihrer Ausprägung internationale Bedeutung erlangt haben.
Neben dem europäischen Luchs, der bis 1999 noch als ausgerottet galt, sind im Nationalpark Harz größtenteils Rot- und Rehwilder, Wildkatzen und Waschbären anzutreffen.