Der Brocken

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Der Brocken ist eine natürliche Sehenswürdigkeit in der Landschaft des Harzes. Er ist bei vielen Touristen nicht nur durch seine geografische und naturgegebene Einzigartigkeit sondern darüber hinaus durch die Brockenbahn, fantastische Wanderwege, die einmalige Aussicht und seine sagenumwobene Geschichte bekannt geworden. Die Geschichte um den Brocken schlägt sich in den altbekannten und traditionellen Souvenirs in Form der Brockenhexe nieder.
Geografisch gesehen stellt der Brocken die höchste Erhebung dar, die sich im Norden Deutschlands und im Mittelgebirge des Harzes befindet. Auf Grund der naturgegebenen Anziehungspunkte und der beeindruckenden Flora und Fauna, die um den Brocken herum lebt, wurde das Gebiet um den Brocken zum Nationalpark erklärt. Der Brocken ist etwa 1.141 Meter hoch und wegen seiner ganzjährigen landschaftlichen Schönheit als beliebtes Ausflugs- und Sportziel für viele Touristen, Wanderer und Bergfreunde bekannt. Trotz der stark wechselhaften Temperaturen und der schnell umschlagenden Wetterverhältnisse eignet sich der Bocken sowohl im Winter als auch in den warmen Jahreszeiten als Erlebnisregion. Der Brocken ist reich an Niederschlägen und die auftretenden Temperaturen können mit dem nordischen Klima verglichen werden.

Trotz des extremen Klimas weist der Brocken eine sogenannte subalpine Vegetation auf. Neben Fichten, niedrigen Bewuchsformen wie der typischen Zwergstrauchheide wachsen auf dem Brocken viele Kräuter und Moose. Beeindruckend sind die auf dem Brocken im Harz befindlichen Flächen mit Moor. Überall auf dem Berg fühlen sich Vögel und Kleintiere wohl. Zu beobachten sind Fledermäuse, Eidechsen und verschiedene Wildarten.
Der Bocken hat eine bewegte Geschichte, die in vielen Büchern und archivierten Darstellungen aufgezeichnet wurde. Der erste Mensch, welcher den Brocken je erklomm, war ein Arzt namens Johannes Thal um 1572. Einige Jahrhunderte später fuhr die erste Brockenbahn auf speziellen schmalspurigen Gleisen bis zum Brockenbahnhof in 1.125 Meter Höhe hinauf. Bereits kurz danach, im Jahre 1895 wurde die erste Wetterwarte auf dem Brocken errichtet, welche später erweitert wurde. Noch heute werden dort Messungen vorgenommen, nachdem die Wetterwarte auf den neuesten Stand der Technik gebracht worden ist.

Was wäre der Brocken – oder auch Blocksberg genannt, ohne seine Sagen und Märchen. Diese beziehen sich sehr stark auf die im Mittelalter durchgeführten Hexenverfolgungen. Eine enge Verbindung hat der Brocken zur Walpurgisnacht, denn die Hexen versammelten sich dort, um einen Hexensabbat zu feiern. Diese Tradition lebt auch heute noch. Da es sich während dieser Nacht um ein wildes und teufelsgleiches Treiben handelte, wurde der Brocken im Volksmund fortan als Hexentanzplatz bezeichnet. Außer den Hexen soll auf dem Brocken auch ein Brockengespenst sein Unwesen treiben. Die sagenumwobene Geschichte des Brockens inspirierte viele Dichter und Schriftsteller. Johann Wolfgang von Goethe und die Brüder Grimm waren fasziniert davon und schrieben darüber Märchen und Gedichte.